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Pressemitteilung

Juso Hochschulgruppe der TU Ilmenau fordert Schnelltests vor Präsenzprüfungen

Trotz der drohenden Gefahr, dass aufgrund der Mutationen die Infektionszahlen wieder steigen werden, ist noch die Mehrheit der Prüfungen an der TU Ilmenau in Präsenz geplant. Aus der Sicht der Juso Hochschulgruppe muss die TU Ilmenau gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft für ein Angebot an Schnelltests vor jeder Präsenzprüfung für alle Studierende sorgen. „Es ist trügerisch zu glauben, dass allein der eingehaltene Abstand und Lüftung bei bis zu 100 Studierenden im Audimax Infektionen verhindern, wenn sich darunter eine oder mehre unentdeckt mit dem Corona-Virus infizierten Personen befinden.“, führt Thomas Olbricht, Studierender an der TU Ilmenau und Juso-Mitglied aus.

Sollte sich im Nachgang einer stattgefundenen Prüfung herausstellen, dass unter den Teilnehmenden bereits eine Person infiziert war, würde das bedeuten, dass sich wahrscheinlich alle zu dem Zeitpunkt Anwesenden in Quarantäne begeben müssten. Somit wäre die Teilnahme an weiteren Präsenzprüfungen für die Betroffenen nicht möglich und würde erhebliche Nachteile mit sich bringen, da die Prüfungen erst im darauffolgenden Semester nachgeholt werden können. Daher sollten auch Präsenzprüfungen auf das absolute Minimum beschränkt werden. Dass sich die TU Ilmenau nicht schon früher auf andere Prüfungsformen wie digitale Prüfungen vorbereitet hat, verwundert die Mitglieder der Juso Hochschulgruppe. Auch wenn es seitens der Landesregierung keine Pflicht zur digitalen Prüfung gibt, hätten sich die Jusos gewünscht, dass die TU Ilmenau ihre gesellschaftliche Verantwortung besser wahrnimmt. „Wir befürchten, dass es durch die Prüfungen und die damit verbundenen Anreisen zu einem erneuten Anstieg der Inzidenzen im Ilm-Kreis kommt“, so Thomas Olbricht. Weiter befindet Olbricht, dass das Angebot von Schnelltests zur Vorbeugung von etwaigen Infektionsketten ein gutes Instrument dafür wäre.

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Allgemein Pressemitteilung

„Welttag der sozialen Gerechtigkeit“ am 20. Februar

Gerechte Löhne und keine Tarifflucht!

Der 20. Februar ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Er wurde 2009 von den Vereinten Nationen eingeführt und soll an das Leitbild der sozialen Gerechtigkeit in Gemeinschaften erinnern. Dazu gehören die Rechte von indigenen Völkern und Migranten, genauso wie die Rechte von Menschen, die aufgrund von Alter, Ethnie, Religion, Kultur, Behinderung oder Geschlecht benachteiligt werden.

Auch der SPD-Ortsverein Ilmenau setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein. Wir sehen Handlungsbedarf, um allen Menschen ein Leben in Würde und Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Eberhard Dittmar, Mitglied im DGB-Kreisvorstand, sagt: „Es ist erforderlich, dass endlich gleiche Löhne für Frauen und Männer bei vergleichbaren Tätigkeiten gezahlt werden. Die Arbeitsentgelte und Renten in den neuen und alten Bundesländern müssen ebenfalls angeglichen werden.“

Auch wenn sich durch die Corona-Pandemie die wirtschaftliche Situation für viele Unternehmen schwierig darstellt, fordern wir Löhne, von denen Arbeitnehmer leben können, ohne eine Aufstockung in Anspruch nehmen zu müssen.

„Wir sehen einen Mindeststundenlohn von über 12 Euro als Grundlage. Die CDU/CSU muss ihre Blockadehaltung der Mindestlohnreform endlich aufgeben“, so der Juso-Kreisvorsitzende im Ilm-Kreis Maximilian Reichel-Schindler. 

Die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen, auch im Ilm-Kreis, müssen sich deshalb stärker für flächendeckende Tarifverträge und gegen die Austritte von Arbeitgebern aus Tarifverbünden engagieren.